Aikido

AI – Harmonie, Einklang, Liebe

KI – Lebensenergie

DO – Weg

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Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die von Morihei Ueshiba auf der Grundlage des Bushido, den alten japanischen Kampftechniken der Samurai, entwickelt wurde. Unter dem Eindruck der beiden Weltkriege entstand eine Kampfkunst, die einerseits sehr modern ist, da sie stets auf Konfliktentschärfung setzt. Andererseits wirkt Aikido durch seine vom Zen beeinflusste Etikette sehr traditionell: ein lebendiges Stück Japan.
Aikido ist eine defensiv ausgerichtete Kampfkunst. Daher werden im Aikido ausschließlich Verteidigungstechniken eingeübt, die darauf abzielen den Angreifer, bzw. einen Angriff zu kontrollieren. Hauptsächlich handelt es sich beim Aikido um kreis- und spiralförmige Wurf- und Haltetechniken.

Do
Aikido ist ein Weg, das eigene Körperbewußtsein zu stärken, ein Gefühl für die eigene „Mitte“, das Hara zu entwickeln, die Kondition zu verbessern und ist somit mehr als reines Fitnesstraining. Schließlich kann Aikido auch ein spiritueller Weg sein, ohne dass die Übenden sich in zurückgezogener Innenschau verlieren. Außer der Bereitschaft zu regelmäßigem Üben bestehen keine Voraussetzungen was Geschlecht Sportlichkeit und Alter anbetrifft.

KI
Aikido bietet durch seine natürlichen Bewegungsformen die Möglichkeit den gesamten Energiefluss eines Menschen positiv zu beeinflussen: zu Hartes wird durch Elastizität und Bewegung ergänzt, zu Weiches durch Stabilität und Klarheit.

Geist des Aikido

Die folgenden Geschichten von Bokuden dem Samurai illustrieren den Geist des Aikido.

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Aikido üben

Das Training umfasst Dehn- und Atemübungen, kurze Meditationssequenzen, die Aikido–typische weiche Fallschule und die eigentlichen Aikido-Bewegungen. Die Bewegungsformen werden paarweise geübt und müssen – insbesondere von Anfängern – vorsichtig und dosiert ausgeführt werden.
Fortgeschrittene können Aikido jedoch auch sehr dynamisch üben. Wettkämpfe wiedersprechen dem Geist des Aikido. Ein besonderes Merkmal des Aikido ist die ruhige, entspannte und freundliche Atmosphäre zwischen den Partnern und Partnerinnen auf der Übungsmatte und die Freude an der dynamischen Bewegung.

Selbstverteidigung

Aikido ist wie keine andere Kampfkunst rein defensiv auf den Erhalt des Lebens – auch dem des Angreifers ausgerichtet. Daher werden im Aikido insbesondere die Techniken kultiviert, die darauf abzielen einen Angriff unschädlich zu machen und zu neutralisieren. Dies wird durch kreis- und spiralförmige Wurf- und Haltetechniken ermöglicht.

Warum Aikido?

  • Wenn sie sich für Meditation interessieren und eine ganzheitliche Bewegungslehre lernen wollen,
  • wenn Sie sich aktiv vom Alltagsstress erholen und fit halten wollen,
  • wenn sie gerne andere Menschen in freundlicher und ruhiger Atmosphäre begegnen wollen,
  • wenn Kampfkunst sie interessiert, aber keine Lust auf körperfeindliche Prügelstimmung haben,

dann ist Aikido vielleicht das Richtige für Sie!

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Aikido für Kinder

Kinder sind heute mehr als je zuvor Leistungsdruck, Wettkampf und zerstreuenden Einflüssen durch Medien und Computerspiele ausgesetzt. Aikido als Kampfkunst wirkt diesem negativen Trend entgegen durch seine Betonung auf die Vermittlung von Qualitäten, die heute mehr denn je in der Welt gebraucht werden: Aufmerksamkeit, Kooperation und Respekt. In allem sucht Aikido die verlorene Mitte wieder herzustellen: die Mitte zwischen Anspannung und Entspannung, Disziplin und Spontaneität, Ruhe und Bewegung, zwischen Selbstbehauptung und angemessner Berücksichtigung der Grenzen und Interessen anderer.

Das Training für Kinder umfasst spielerische Dehn – und Atemübungen, Konditionstraining, Fallschule und die eigentlichen Aikido-Bewegungen. Die Techniken selbst sind dabei nicht ungefährlich und müssen daher – insbesondere von Anfängern – vorsichtig und dosiert ausgeführt werden.

Ein besonderes Merkmal des Aikido ist die ruhige und respektvolle Atmosphäre zwischen den Partnern und Partnerinnen auf der Übungsmatte und die Freude an der dynamischen Bewegung.

Fortgeschrittene können – insbesondere wenn die unter den Kampfkünsten einzigartig ausgefeilte Falltechnik beherrscht wird – Aikido jedoch auch sehr dynamisch üben. Dabei gilt immer das Prinzip der Verhältnismäßigkeit: Der Verteidiger reagiert nur so schnell, wie der Angreifer angreift. Dadurch, dass wie in keiner anderen Kampfkunst sichtbar die Energie des Angreifers ausgenutzt wird, erlernt der Schüler von der ersten Stunde an, eine innere Haltung einzunehmen, bei der er die richtige Handlung, zum richtigen Zeitpunkt, mit einem Minimum an Kraft ausführen kann, um ein maximale Wirkung zu erzielen .

Eine Geschichte aus Japan illustriert den Geist des Aikido
Ein alter Kendo- (Schwert-) meister, der seine Schüler immer ohne Schutzkleidung üben ließ, antwortete einmal auf die Frage, warum seine Schüler keine Rüstung trügen, dass er für seine Schüler mehr Nutzen darin sähe, wenn sie lernten so achtsam zu sein, dass sie beim Training ihre Partner nicht verletzen, als das sie lernten wild aufeinander einzuschlagen, wie dies beim normalen Kendo Unterricht der Fall sei.

Voraussetzungen
Außer der Bereitschaft zu kontinuierlichem, intensivem Üben und durchschnittlicher Gesundheit, bestehen keine Voraussetzungen was Sportlichkeit, Kraft, Geschlecht und Alter anbetrifft.

Beim Aikido lernen Kinder

  • Spaß an der Bewegung mit Anderen zu haben
  • Sich geschickt und geschmeidig wie eine Katze zu bewegen
  • Fest und stabil zu stehen oder zu sitzen wie ein Fels
  • Hinzufallen, ohne sich weh zu tun
  • Streitigkeiten auch ohne Schlägerei beizulegen
  • Selbstbewusst gegenüber anderen aufzutreten
  • Sich gegen einen Angriff angemessen zu verteidigen

 

Lehrer & Lehrerinnen

Karsten Prause
5. Dan Aikikai Tokyo, Mitglied der Prüfungskommission der Aikido Föderation Deutschland. Er praktiziert seit 1983 Aikido, war 12 Jahre direkter Schüler von K. Asai, 8. Dan und unterrichtet Aikido seit 1991. Seit 1990 Ausbildung bei Christian Tissier, 7. Dan, dem technischen Direktor der französischen Aikido Föderation, seit 1999 ist Karsten einer seiner direkten Schüler. Karsten Prause ist Facharzt für Allgemeinmedizin und ärztlicher Psychotherapeut.

Juliane Gravenhorst
3. Dan Aikikai Tokyo, praktiziert Aikido seit 1989 und unterrichtet regelmäßig seit 2007. Sie ist Waldorferzieherin und Sozialpädagogin und seit 1999 im Sozialen Dienst der Troxler-Haus WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen) beschäftigt.

Guido Ramke
2. Dan Aikikai Tokyo, praktiziert seit 2003 Aikido. Seit dieser Zeit ist er direkter Schüler von Karsten Prause. Guido unterrichtete 2 Jahre lang die Kinder-Aikido Gruppe und seit 2010 regelmässig das Erwachsenentraining mit Schwerpunkt Basistechniken. Er ist staatlich geprüfter Kommunikations -und Nachrichtentechniker.

Heifaa Salhab
1. Dan Aikikai Tokyo, praktiziert Aikido seit 2006, unterrichtet Kinder seit 2009. Sie ist Gymnastiklehrerin.

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